Realisierung von Projekten

 

Das Projektmanagement gehört sicher zu den interessantesten Gebieten im Bereich Organisation. Man kann Projektmanagement auch als eine „Königsdisziplin“ bezeichnen.

 

Ein Projekt ist etwas Neues oder Neuartiges, hat eine zeitlich begrenzte Dauer, besitzt häufig eine hohe Komplexität – ist des Öfteren schwer überschaubar in Bezug auf Kosten, Kostenentwicklung, Zeitdauer etc., ist facettenreich (größtenteils), bedarf in der Regel eines Teams, ist oftmals im Zeitverlauf mit immer neuen Erkenntnissen (Problemstellungen) behaftet --> „Aha-Erlebnisse“.

 

 

Projekte und Projektphasen

Die Phasen eines Projektes sind nicht zwingend vorgegeben. Sie sollten allerdings logisch sein (nicht den 2. Schritt vor dem 1. tun) und der Vernunft entsprechen. „Schnittstellen“ sollten klar definiert sein: Zeitlich, organisatorisch und operativ.

 

Projekte können abhängig sein von äußeren oder inneren Zwängen eines Unternehmens (Konkurs o. ä. ---> das Verhalten / die Aktionen werden vorgeschrieben…).

 

Projekte können bedingt sein durch branchen- oder marktabhängige Veränderungen (Kundenforderungen aus Wettbewerbsgründen), der gewünschten Veränderung einer Unternehmensstruktur – aus welchen Gründen auch immer…

 

Die einzelnen Schritte einer Projektphase können sein:

  1. Die Idee
  2. Die Diskussion der Idee in einem Gremium
  3. Das Festlegen von Zielen (Sachziele, Qualitätsziele, Kostenziele, Zeitziele - unter Beachtung von Risikoabschätzungen, Machbarkeiten u. ä.)
  4. Genehmigung der Ziele durch Leitungsstellen
  5. Benennung eines Projektverantwortlichen
  6. Benennung eines Kern-Teams --> erweiterten Teams
  7. Projektstartsitzung --> Kernteam, ggf. erweitertes Team
    • Information des Projektleiters über Ziele, Aufgaben, Zeitabläufe und Verantwortlichkeiten
    • Feedback" durch Teammitglieder
    • Definition und Festlegen der Einzelaufgaben an die Teammitglieder --> möglichst Konsens herbeiführen (Projektleiter und alle Teammitglieder)
    • Sitzungstermine festlegen (wöchentlich, monatlich) --> "Soll-Ist" Vergleiche --> Fortschrittsarbeit (Koordination und Entscheidungen) --> Problembehandlungen und -lösungen --> Informationen über Neuerungen, Änderungen etc. --> Protokollführung --> Bericht an Leitungen
  8. Projektstart
  9. Dauer des Projektes (Zeitablauf) --> Abwicklung aller Einzelaufgaben aller Projektbeteiligten
  10. Projektende

 

 

Je nach Art eines Projektes

  • der Branche, der es zuzuordnen ist
  • seiner Größe, Komplexität u. ä. ergibt sich ein anderer Verlauf
  • treten unterschiedliche Problemstellungen auf
  • ein „vorgezeichneter Pfad“ muss manchmal verlassen werden…
  • nicht selten treten Ziel- oder Interessenskonflikte zwischen den Beteiligten auf

Ich selbst habe an

  • einer großen Anzahl von Projekten (> 100) mitgewirkt
  • war häufig Projektverantwortlicher oder Mitverantwortlicher
  • habe oftmals vor erheblichen Schwierigkeiten gestanden – ebenso wie meine Teamkollegen
  • konnte teilweise „Projektentwicklungen“ nicht vorhersagen

 


Als Vorteil habe ich es empfunden, dass ich seitens meiner Vorgesetzten fast nie Detailvorgaben bekommen habe, sondern nur Ziele…

 

Der Grund dafür ist sicher darin zu sehen, dass häufig eine genaue „Projektentwicklung“ im Vorfeld kaum auszumachen bzw. vorherbestimmbar ist.

 

Umso wichtiger wird das Berichtswesen an Vorgesetzte und Leitungsstellen…